Sprache und Macht

Kreuzberg 36. Die von mir benutze Schreibweise von Substantiven, die Menschen beschreiben mit der Endung »_innen« ist eine in der [radikalen] Linken bewusst verbreitete Schreibweise. Sie soll deutlich machen, dass alle Menschen einbezogen sind. Unabhängig von ihrer [sozial-kulturell geprägten] Geschlechterdefeninition. Die zur Zeit überwiegend herrschenden Sprachreglungen verwenden die männliche Form der Schreibweise auch zur allgemeinen Beschreibung. Dies verdeutlicht einerseits den generellen patriarchalen [historischen/aktuellen] Hintergund der Gesellschaft und reproduziert in und mit der alltäglichen Sprachnutzung wiederum patriarchale Denkmuster und Ausdrucksweisen. Andererseits wird weiterhin davon ausgegangen, dass es zwei Geschlechter gibt, weil es sich biologisch mehrheitlich so ausdrückt. Dass »Geschlecht« im Kern als sozial-kulturell gewachsene und verinnerlichte Rollenzu- und -beschreibung funktioniert, drückt sich in der gängigen Sprachregelung ebenfalls nicht aus.
Die von mir benutze Schreibweise verweist auf das Einbeziehen aller Beteiligten [Frauen, Männer, Transgenderpersonen].
Wenn ich die Endung weglasse, geschieht dies bewusst, um deutlich zu machen, dass es sich um extrem patriarchale Zustände, Gesellschaftsformen oder Ideologien handelt. [z.B. Faschisten].

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