Nicht käuflich

Wird der Wolf uns an seinen Tisch einladen, um zu teilen seine üppigen Speisen?
Wer hat die Speisen angepflanzt, wer sie zubereitet?

Wird der Wolf seine Zähne herunterschleifen, sie uns anschließend als Schmuck vergangener Zeiten zärtlich um den Hals legen?
Wer sorgte dafür, dass seine Zähne blitzblank der Drohung ein sauberes Anlitz verleihen?

Wird er Wolf uns freiwillig seinen Stuhl am Kopfende der Tafel aus Gold anbieten?
Wer drechselte ihm den reichlich verzierten Stuhl, wer holte das Gold unter Schweiß und Tränen aus dem Dreck?

Der Wolf amüsiert sich, lacht und nippt nochmals am Wein.
Wer sorgt für sein Amüsement und seine gute Laune?

Wir, wenn wir betteln nach Gerechtigkeit.
Wir, wenn wir die geschliffenen Worte des Wolfes anhimmeln.
Wir, wenn wir ihm abkaufen, was er uns anbietet.
Wir, wenn wir weiter daran arbeiten, seine Welt zu erhalten.

Dem Wolf gehört die Fresse poliert.

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