Dschungelwelten


»Dschungelflora »Rio Blanco« mit Cabañas [einfache Holzhütten]. Foto | KT
Rio Napo | 30. Oktober – 3. November 2010. Über das verlängerte Ferienwochenende [Feriado] fuhren wir mit Freund_innen in den Dschungel im Bereich des oberen Napo. Der Napo mündet in den Amazonas. Wir planten drei Stationen: Misahualli, das kommunitäre indigene Tourismusprojekt »Rio Blanco« und »Mariposa«, Ort einer befreundeten indigenen Familie [»Mamallactas], bei Archidona.

Schneebedeckter »Antisana« [»Hüter des Ostens«] vom Pass bei »Papallacta« aus gesehen. Foto | KT
Die Anreise führt über die östliche Cordilliere [Andenhöhenzug]. Quito liegt auf einem Hochplateau von knapp 3000 Metern, eingeschlossen von einer östlichen und westlichen Cordilliere. Umgeben von 14 ehemaligen Vulkanen, zum Teil noch aktiv, gelegen am Äquator. Der Pass hat seine höchste Stelle in der Nähe des Dorfes »Papallacta«, welches natürliche heisse Quellen beherbergt, erzeugt durch heisses Lavagestein im Untergrund.
Auf 4000 Meter Höhe gönnten wir uns eine Rast, um den Anblick des schneebedeckten »Antisana« zu genießen, die eigentümliche Vegetation in dieser Höhenlage in Augenschein zu nehmen. »Antisana« bedeutet auf Quichua »Hüter des Ostens«. Ziemlich »dünne, kalte Luft« auf der Höhe, obwohl wir ja der Sonne näher sind…
Der Pass bei Papallacta stellt gleichzeitig eine Wasserscheide dar; östlich fließt das Wasser über den Amazonas in den Atlantik, westlich Richtung Pazifik. Mit dem Herunterfahren Richung Baeza/Tena durchqueren wir den Bergnebelwald, die Wolken wabern um uns herum, es nieselt ab und wann, manchmal reduziert sich die Sicht auf unter 20 Meter, dann reisst es auf, der Wald schreint zu qualmen, Nebelschwaden steigen auf, auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit ändert sich schlagartig. Die Vegetation nähert sich immer mehr der Dschungelflora. Die Pflanzen werden vielfältiger, größer in ihren Ausmaßen. An Wasserfällen vorbei, durch Dörfer mit Cabanas [einfachen Holzhütten], in jedem Dorf ein Platz mit den typischen Konstruktionen aus Stahl für Fussballtore und Basketball, in der Mitte des Platzes ein Netz für das »Ecua-Volley«, Volleyball mit einem Fussball.

Bergnebelwald auf der östlichen Seite der Anden zwischen Quito und Tena. Foto | KT
Wir machen Rast im »heiligen Tal« bei »Cotundo«, um uns die in dieser Gegend aufzufindenden »Petroglífos« anzusehen. Große einzelne, fast schwarze Steinfindlinge, die aus totem Lavagestein bestehend, eine enorme Wärmekapazität besitzen. Für die ansässigen Indigenen haben sie eine spirituelle Bedeutung, auf ihnen sind Zeichnungen [Petroglyphen] eingraviert, sie besitzen eine Temperatur von 40 – 50 °C und gelten als Energiequelle, auch spirituell. Leider fehlt uns das Wissen, die einzelnen Zeichnungen ausreichend interpretieren zu können…

Petroglyphen bei »Cotundo«. Energie- und spirituelle Quelle indigener Ethnien. 40 – 50 °C warm. Foto | KT + .zersetzer.
Wir probieren junge Palmensprossen, wilde Guayaba, uns laufen eine ganze Kolonne Blattscheideameisen über den Weg. Sie sind dabei einen Teil ihrer zugeschnittenen Blätter geordnet abzutransportieren.

Blattschneideameisen mit zugeschnittenen Blättern. Foto | KT
In der Kleinstatd Misahualli quartieren wir uns direkt am Strand des »Misahualli«-Flusses, der hier mit dem »Napo«-Fluss zusammen fließt, ein. Misahualli ist bekannt für seine Kapizineräffchen, die den oft inländischen Tourist_innen ihre Kameras, Schokoriegel oder auch Rucksäcke stibitzen.

Schnelle Kletterer und schneller Geist, ziemlich flink nähern sich die an Menschen gewohnten Affen zum Stibitzen allerlei Essbarem. Foto | KT
Wir treffen uns mit Freund_innen in dem auf das wesentliche beschränkte Hostel. Zu Acht plus ein Kind passen in einen Schlafraum mit Doppelstockbetten. Auf der Veranda die obligatorischen Hängematten. Wir baden im Fluss, finden Anwohner_innen mit Boas [echte!] um den Hals, unser anwesendes Kind wird Opfer eines Äffchens, dass scharf auf sein Trinkjogurt ist.

Baden bei tropischen Temperaturen im Misahualli. Foto | KT
Ansonsten füllt uns die Pflanzen- und Tierwelt volkommen aus, wir sehen verschiedene »Helikonien« und verschiedene Bananenpflanzen und lernen den Ruf der Vögel »Oropendula« und »Kazike« kennen, überqueren eine Hängebrücke, die Platz für angeseilte Sprünge mit anschließendem Auspendeln bietet. Sind bereits jetzt berauscht von der akustischen Kulisse des Dschungels. Dabei sind wir erst am Rande…

Kind mit Baby-Boa. Foto | KT
Am nächsten Tag treffen wir die indigenen Guides des Projektes »Amarun Pakcha – Rio Blanco«, die wir am Tag zuvor in Tena kontaktiert hatten. Es sind Edison und Xavier, beides Quichua. Während ein Teil der Gruppe mit dem Pick-Up direkt zum Dorf im Dschngel fährt, fahren wir zunächst mit dem Pick-Up zu einer am Napo gelegenen Ablegestelle für motorisierte Kanus, die 20 min. Fahrt entfernt liegt. Im Kanu geht es wiederum 20 min. den Napo hoch zum Eingang in das Urwald-Gebiet der Gemeinde, die seit einigen Jahren mit Hilfe des Öko-Tourismus versucht einen bewussten Umgang mit dem Bio-Reservat zu pflegen.


Motorisiertes Kanu fährt uns den Napo rauf bis zum Eingang der indigenen Gemeinde »Rio Blanco« Foto | KT
Hier begann unser dreistündiger Fussmarsch durch Primär- und Sekundärwald. Alles um uns herum ist vielfältiger, grüner, brauner, bunter, größer, verwobener, intensiver, skurriler als im gewohnten Laub- oder Nadelwald. Zig verschiedene Ameisen- und Termitenarten. Diese Krabbeltiere räumen alles auf, bauen ungewöhnliche Wege und Wohnbauten. Ebenso wie einige Spinnenarten, die komplizierte Netzstrukturen anlegen, um ihre Beute zu locken und zu erledigen. Respekt flößt uns die »Conga«, eine gigantische Waldameise ein, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen, einzeln durch das Unterholz zieht und ein Gift besitzt, dass einen Menschen drei Tage Fieberzustände verpasst und deren Biss höllisch schmerzt. Auch verschiedene Pflanzen und z.B. Raupen sollten nicht mal durch Berührung gestreift werden. Ihr Anbilck ist ziemlich exotisch, ihre Gifte um so heftiger. Oft hat man den Eindruck, je greller, desto stärker das Abwehrsekret.


Edison, Fremdenführer der Gemeinde »Rio Blanco«, erklärt ausführlich Pflanzen, Insekten und Gewohnheiten des Dschungels. Hochgiftige Raupe, aus der ein Schmetterling werden wird. Foto | KT

Nach einer Stunde kommen wir in Primärwald, ein Stück Dschungel, was bisher keinen menschlichen Eingriff erlebt hat. Wir bewegen uns auf schmalen Waldpfaden. In unseren Gummistiefeln laufen wir auf Humus- und Lehmboden, Wurzelwerk ringt uns oft ein Stolpern ab. Wir sehen Brettwurzeln und langezogene flache Wurzeln oder freischwebende Luftwurzeln, die ihre Nährstoffe aus den Tropfen des ewigen Regens ziehen. An einem Mammutbaum lernen wir, dass man anhand der Länge und Größe der Brettwurzeln erkennen kann, ob es sich um einen weiblichen oder männlichen Baum handelt. Wir lucken nach oben Richtung Blätterdach, das Ende des Mammutbaumes – umringt von Lianen – ist nicht sichtbar. Er ist über 250 Jahre alt. Die Waldbewohner_innen nutzen diese alten Bäume, deren Orte ihnen als besondere Orte [spiritueller] Energie gelten, als Kommunikationsmittel. Wenn sich jemand verläuft, dann klopft er heftig gegen die Brettwuzeln, dessen Schwingungen kilometerweit zu hören sind.
Andere Bäume haben ein weniger indivduelle Geschichte, sie sind beispielsweise zu eine schmarotzende Lianenart [»Mata Palo«] befallen. Die Liane dringt in den Baum ein und wird zu diesem.

Selten dringt so viel Licht im tropischen Primärwald durch das dichte Blätterdach. Mindestens ein Mal am Tag regnet es, die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 70 – 100%. Foto | KT
Die Artenvielfalt auf einem Hektar tropischen Regenwaldes ist größer als die in Gesamteuropa. Die »Lunge der Welt«, dieser Fleck Erde ist schwer bedroht. Das gesamte Amazonasgebiet ist das größte Trinkwaserreservat der Welt. Wasser wird vielerorten auf der Welt bereits privatisiert. Die biologische Vielfalt des Regenwaldes wird Biodiversität genannt und in Kombination mit dem kulturellen Wissen der hiesigen Bewohner_innen ist es ein enormer biologisch-sozial-kultureller Reichtum. Ein Reichtum, den sich versuchen die kapitalistischen Geselslchaften bzw. mulitnationale Konzerne anzueignen. Bekannt sind z.B. die Versuche auf verschiedene Pflanzen bzw. Substanzen internationale pharmazeutische Patente anzumelden. Dies bedeutet die Monopolisierung von kulturellem Wissen der verschiedenen indigenen Ethnien. Die Ausbeutung der Bodenressourcen wie Öl und Kohle, verschiedene Erze oder die Abholzung, Brandrodung des Regenwaldes für Monokulturen von Palmen für Palmöl [so genannter Öko-Spritt], für Soja zur Rinderfütterung für Fleischkonsum der Metropolengesellschaften. Die nachhaltige Zerstörung der Lebenswelt der hier ansässigen indigenen Kulturen, der Flora, der Fauna sind die Folge. Vertreibung, Entrechtung und Teilung der Generationen. Die Großeltern sprechen Quichua, die Eltern schlechtes Quichua und schlechtes Spanisch, die neue Generation oft kein Quichua mehr. Eine ungeheuerliche Zerstörung von Kulturen für eine Kultur der Ausbeutung, der Konzerne, der Jagd nach Geld, für mehr Autos [aber Öko!], für Hamburger und Coca Cola. Bis uns die Luft ausgeht…

Mitten im Dschungel suchen wir eine wasserfallartige Stelle im »Rio Blanco« zum Erfrischen. Foto | KT
Als wir am nächsten Tag eine weitere Führung durch den Wald bekommen, ist unser Programm angereichert mit Baden am Wasserfall, Tubing [mit dem aufgepumptem Inneren von Autoreifen den Fluss runtergleiten] und Blasrohrschießen. Wir lernen wieder unzählige Pflanzen und ihre medizinische bzw. ernährungsmäßige Bedeutung kennen. Wir verpassen unseren indigenen Begleitern Namen in unserer Sprache, während wir Namen von ihnen in Quichua bekommen. Die Quichua-Namen tragen meist eine tiefere Bedeutung in Bezug auf Ideen, Tiere oder Zukunfstvisionen in sich. Auch die Namen drücken oftmals den tiefen Respekt für ihre unmittelbare Umwelt aus. Eine Herangehensweise, die uns eigentlich fremd ist, aber gleichzeitig eine andere Art der Wahrnehmung und Zeitrechnung verdeutlicht und Leistungsdenken auf den Kopf stellt.
Machmal habe ich den Eindruck, nichts von dem, was wir täglich in unserer so genannten zivilisierten Welt tun, hat Sinn; im Gegenteil, mir kommt es hochgradig absurd vor, geradezu unlogisch; vor allem gemessen an der Frage von respektvollem Zusammenleben, Lebensqualität und der Frage nach tragbaren Lebenskonzepten für die Zukunft, insebesondere in Bezug auf ökologische und klimatische Fragen.
Viele spirituelle Erklärungen bleiben mir unverständlich, kann es mit dem rationalem Denken nicht erfassen, dennoch sehe ich, wie die Ansätze in dieser Umwelt, in der »größten Apotheke der Welt« funktionieren und zwar seit Jahrhunderten…


Vor der Fahrt in Ungewisse [den »Rio Blanco« runter bis zu unseren Cabañas]. Für den kleinen N. wurde extra ein Netz aus Seil in den aufgepumpten Schlauch geknüpft.

In Gummistiefeln, Badehose und T-Shirt schnappten wir uns einen aufgepumpten Reifen und ließen uns durch die sanfte Strömung ca. 1/2 Stunde den »Rio Blanco« heruntergleiten. Diejenigen, deren Reifen zu wenig Luft hatte, mussten leider die blauen Flecken mitnehmen. Anschließend hatten wir das Vergnügen, die Bedeutung des traditionellen Blasrohres [zur Jagd] kennen zu lernen. Das Rohr ist aus zwei Teilen einer Palme hergestellt. Die Herstellung dauert mehrere Monate, vor allem deshalb, weil das Blasrohr gerade sein muss und seine saubere Ausrichtung auch über einen langen Zeitraum behalten muss. Man stellt es deshalb nicht auf die Spitze, sondern immer auf seinen Fuss auf die Seite des Mundstückes, welche aus besonders hartem Holz hergestellt ist. Die Pfleile sind aus harten, sehr leichtem Holz geschnitzt, verfeinert mit dem watteartigen Material der Samen des Mammutbaumes, zur Verbesserung der Flugeigenschaft.


Blasrohrschießen erfordert hohe Konzentration [ruhiger Geist] und eine ruhige Hand. Foto | .zersetzer.
Teil des Ansatzes des »Turismo comunitario«, des kommunitären Tourismus ist nicht nur das Einführen in die Welt des Dschungels und des [traditionellen] Lebens der Bewohner_innen, auch ein bescheidener kultureller Austausch ist vorgesehen. Wir hatten schon im Vorfeld darum gebeten, ein Fussballmatch gegen die Bewohner_innen des Dorfes austragen zu dürfen. Der Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen. So wurde der Dorfplatz hergerichtet; mit Markierungen aus üppigen Pflanzen und Holzpfählen als Tore. Wegen des starken Regens mussten wir das Match um einen Tag verschieben. So spielten wir unter schwülen Temperaturen und tiefem, matschigen Boden. Mit einem eindeutigen 10:1 und ein weiteres 3:0 wurden wir empfangen. Der Heimvorteil bei dieser Schlammschlacht war offensichtlich, aber auch spielerisch war das gemischte Team aus Mänenrn und Frauen unserem ebenfalls gemsichtem Team überlegen. Der Spaßfaktor und die dadurch entstandene Nähe zu den Dorfbewohner_innen begeisterte alle Teilnehmende, auch den Dorfvorsteher, der als Schiedsrichter überzeugte.


Fussball ist auf der ganzen Welt ein einfaches Spiel zum kuturellen Austausch. Uns hat es unglaublichen Spaß gemacht…
Am Abend nach dem Essen begann dann der offizielle Teil des interkulturellen Austausches. Die Aufgabenstellung war einfach. Auch wir sollten etwas Kulturelles beitragen. Einige indigene Dorfbewohner_innen versammelten sich in der Gemeinschaftshütte des touristischen Teiles, dort wo wir wohnten. Es wurde ein Hochzeitstanz und ein Friedenstanz von ihrer Seite aus vorgeführt, begleitet durch die anwesende Band [Fischraspel, Gitarren, Bongo und Geige], die traditionelle Quichua-Musik zum Besten gab. Zuvor wurde jeweils erklärt, was welcher Tanz und welches Lied bedeutet. Es gab zuvor eine offizielle Begrüßung von verschiedenen Bewohner_innen. Als Punkt sechs der Feierordnung [zum Teil sehr formell, bedingt durch die kolonialisierten Etiketten der Spanier], führten wir unsere kulturellen Beiträge vor. Da wir eine ziemlich gemischte Gruppe waren [Quiteñ@s, Mexikaner, Deutsche], hatten wir von »La Bamba«, einem Quichua-Kinderlied über einen traditionellen Tanz der Sierra bis hin zu einer Kampfsportvorführung [Stockkampf] ein abwechslungsreiches Repertoire zu bieten, was auch begeistert und z.T. überrascht aufgenommen wurde.


Typisches Essen in der Region des oberen Napo: Tilapia in einem Blatt gekocht mit Yuca, Avocado, Limone und Encebollado [Zwiebeln mit Tomaten], dazu Kräuterlimonade. Foto | KT
Am nächsten Tag wurden wir über die »Felder« der Gemeinde geführt, der Teil, der agrarwirtschaftlich genutzt wird. Verschiedene Zitrusfrüchte, Ananas [eine Frucht aus einem Strauch benötigt 18 Monate], Platanos [grüne Essbananen], Bananen, Kaffee, Cacao, Reis, Mais, Yuca [Maniok], Hierba Luisa, Hierba Buena, kleine scharfe Paprika [Ají] und vieles mehr wird angebaut, kultiviert und anschließend in den Kreislauf des »fairen Handels« gebracht. Fairer Handel ist relativ, da er ja im Kontext kapitalistischer Strukturen stattfindet. Jedes Gemeindemitglied bzw. Familie besitzt eine Parzelle der Gemeinde und ist angehalten, sich am Aufbau des Projektes zu beteiligen. Auch eine Grund-Schule gehört zum Dorf mit zwei Lehrer_innen. Die Kinder wachsen zweisprachig auf [Quichua und Spanisch], die Leute reden Quichua untereinander, was bemerkenswert ist. Hier wird versucht dem Bruch der Generationen durch einen bewussten Umgang zu widerstehen.
Wir probierten Zitrusfrüchte, rohen Cacao und ernteten Yuca mit der Machete, die dann anschließend in einem Palmenblatt verpackt abtransportiert wurde.


Im Inneren des Cacaos befinden sich die Samen, die in eine weiß-gräuliche Masse eingebettet sind. Die Samen werden getrockent, geröstet und gemalen. Hieraus entsteht dann der handelsübliche Cacao für beispielsweise Schokolade. Die weiche weiß-gräuliche Masse schmeckt lecker wie ein frisches Kräuter-Bonbon. Foto | .zersetzer.

Frisch geerntete Yuca[wurzel] verpackt in einem praktischen Transportbeutel aus Palmenblatt. Foto | KT

Nach diesem letzten, erkenntnisreichen Rundgang durch die Gärten der Gemeinde verabschiedeten wir uns schweren Herzens. Nach dreistündigem Warten auf den Pick-Up wurden wir nach Tena gefahren, wo wir uns von unseren beiden indigenen Begleitern Edison und Xavier verabschiedeten, jedoch nicht ohne zuvor die E-Mail-Adressen zu tauschen. Sobald wir die Möglichkeit haben, werden wir sicher zurückkehren, um erneut etwas über die[se] Welt zu lernen…

Den letzten Tag verbrachten wir bei einer befreundeten Indigena-Familie in der Nähe von Archidona, eine der ersten kolonialen Siedlungen im oberen Napo von spanischen Katholiken. Die haben zugegebenerweise eine schöne, kleine Kirche für ihre niederen Zwecke der »Christianisierung« erbaut. Wir zogen jedoch nach kurzer Proviantaufnahme weiter in den Wald nach »Mariposa« [Schmetterling] zur Familie »Mamallacta«, die uns abermals herzlich aufnahmen.

Abermals wurde unser Horizont berauschend erweitert…

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